Geschichte

Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum. Bereits damals gehörte es zu den wichtigsten Lebensmitteln des täglichen Lebens. Bei den Römern hieß das Bier „Cervisia", nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres.

Im Mittelalter führten Klosterbrauereien zu einem geregelten Braubetrieb. Während dieser Zeit wurden in vielen Gegenden trotz sehr niedriger Bierpreise im Durchschnitt 20 Prozent des Lohns für den Bierkonsum ausgegeben. Bier galt auch als geeignetes Getränk für Kinder, da es damals einen geringeren Alkoholgehalt als heute hatte und das Bier durch das Kochen des Hopfens weitgehend keimfrei war – im Gegensatz zum damaligen Trinkwasser. Auch war es wegen seines hohen Kaloriengehalts eine wichtige Ergänzung der oft knappen Nahrung. Zu jener Zeit legten die Brauer oft Kräuter um den Sudkessel, um böse Geister fern zu halten. Wegen mangelnder Erfahrung und schlechter Fertigungstechniken brachte die Herstellung oft nur ein ungenießbares Getränk hervor. Der Aberglaube schob die Schuld dann auf die „Bier- oder Brauhexen". Angesichts des hohen Bierkonsums im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Bier für den städtischen Fiskus und die seit etwa 1500 entstehenden Landessteuerbehörden von großem Interesse. Bereits im Spätmittelalter wurden fast überall im Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben.

In Deutschland darf Bier bis heute grundsätzlich nur nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut werden. Demnach darf Bier nur Wasser, Hopfen und Malz enthalten. Der Verkauf von nicht diesem Gebot entsprechenden Bier ist nach neuen europäischen Richtlinien ebenfalls gestattet.

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